Arbeiten am Startschacht des Stollens
Der Stollenbau ist erfolgreich abgeschlossen. Derzeit konzentrieren sich die Arbeiten in der Startgrube auf das Tosbecken. Im nächsten Schritt wird die Decke dieses Beckens in Angriff genommen. Teile der Startgrube können nach der Fertigstellung der Tosbeckendecke wieder verfüllt werden. Unterhalb des Tosbeckens wurde die Steilstrecke bereits ausgehoben und mit Spritzbeton sowie Ankern gesichert. Zudem konnten die ersten Querriegel armiert und betoniert werden. In den kommenden Wochen steht das Einbringen von Flussbausteinen an, die mit einem Kran an die Einbaustelle transportiert und in Beton versetzt werden. Diese gewährleisten, dass das Wasser, aus welchem im Tosbecken ein Großteil der Energie vernichtet wurde, geregelt ins Schloßtobel gelangt.
Fortschritte an der Zielgrube und im oberen Bereich
Im Bereich der Zielgrube sind die Bauarbeiten weit fortgeschritten. Der mit seinem imposanten Gerinne, etwa 15 Meter tiefe Zielschacht wurde fertiggestellt und hinterfüllt. Zudem wurden bereits Rohre mit einem Durchmesser von 1.900 mm im klassischen Kanalbau verlegt. Diese verbinden den Zielschacht mit dem sich im Bau befindlichen Einlaufbauwerk, welches über die Überlaufscharte das Wasser im Hochwasserfall aus dem Schwarzbach und dem Weiher kontrolliert in den Stollen fließen lässt.
Flusslauf und Weihereinlauf
Die neue Brücke am Weiherweg ist nun befahrbar und wird schon von den Baustellenfahrzeugen genutzt. Die erweiterten Flussstrecken – sowohl der Zufluss zum Weiher als auch der Schwarzbach selbst – sind bereits vollständig ausgebaut. Aktuell werden Rekultivierungsmaßnahmen sowie ökologische Ausgleichsmaßnahmen in Zusammenarbeit mit der ökologischen Baubegleitung umgesetzt. Ein Großteil der zum Baubeginn ausgegrabenen Schwarzerlen finden wieder einen Platz. Zudem wird mit Wurzelstöcken gewährleistet, dass sich verschiedene Kriechtiere in diesem Bereich ansiedeln können.
Der Dichtschirm entlang des Wasserlaufs, welcher verhindert, dass unterirdische Wasserströme zu Gefährdungen für unterliegende Bereiche führen, ist bereits zur Hälfte abgeschlossen. Dieser wird je nach Bereich auf verschiedene Arten wie Betonwand oder Düsenstrahlverfahren ausgeführt.
Die Bauarbeiten am Hochwasserschutzprojekt Schwarzbach – Montjola verlaufen planmäßig und zielgerichtet. Mit der Fertigstellung wesentlicher Abschnitte rückt der Abschluss des Projekts in greifbare Nähe. Durch die umfassenden Maßnahmen wird nicht nur ein verbesserter Hochwasserschutz gewährleistet, sondern auch eine nachhaltige ökologische Aufwertung des Gebiets erreicht.
veröffentlicht am 25.02.2025